Eventbericht

Autodesign zum Anfassen: Der Design Workshop zum neuen Ford Fiesta

Von Julia Schichler
25.05.2017 / 09:00 Uhr

Von A wie Athleisure bis Z wie Zigarettenhose – im Fashiondesign kennen wir die Schnitte, die Stilrichtungen und Trends. Einflussreiche Modeschöpfer und Stilikonen, wie Coco Chanel, Yves Saint Laurent und Karl Lagerfeld erfreuen sich weltweiter Bekanntheit. Aber Design geht weit über die Mode hinaus. Umso spannender ist der Blick in andere Disziplinen. In München erhalten wir bei der Vorstellung des neuen Ford Fiesta Vignale eine Einführung in das Automobildesign: Wer ist zuständig für die Entwürfe? Welche Faktoren bestimmen das Design eines Autos, wenn es im Fashionbereich um Silhouetten und Farben geht? Und wie integrieren Designer neue Technologien in das Interieur eines Wagens?

Obwohl wir uns auf einer Autoveranstaltung befinden, sprechen wir heute wenig über PS, Hubraum oder Reifenprofile. Stattdessen steht das Design im Mittelpunkt des Events. So legen Jens Sieber (Ford Interior Designer) und Murat Gueler (Ford Exterior Designer) den Designprozess der Ford Automobile detailliert dar. Der neue Ford Fiesta in der luxuriösen Vignale Version steht dabei als Paradebeispiel für die Finessen des Automobildesigns.

Das Auto als Designobjekt, der Mensch als Mittelpunkt

Findigen Autofans wird nicht entgehen, dass der neue Ford Fiesta sich in den grundsätzlichen Designmerkmalen nicht weit vom Vorgänger entfernt. Die Clous des Designs liegen ganz beabsichtigt in den Details, sodass der Wagen eindeutig wiedererkennbar bleibt und sich weiterhin harmonisch in die Modellserie einreiht – getreu nach dem Motto: Never change a winning team. Ein Beispiel dafür, wie detailverliebt die Designer das neue Fiesta-Konzept umgesetzt haben: Die Linienführung in den Türen ist so angelegt, dass sich die Umwelt des Autos optimal spiegelt. Der Wagen soll so an emotionalem Profil gewinnen, indem er beispielweise die umliegende Natur oder Architektur reflektiert.

Murat Gueler erklärt als Chefdesigner für das Exterior Design den Gestaltungsprozess des Ford Fiesta Vignale.   Copyright: Ford

„ Der Kunde verliebt sich ins Exterieur und heiratet das Interieur“

Die äußeren Merkmale eines Autos ziehen den Kunden an, aber erst die Inneneinrichtung entscheidet über den Kauf. Das Zitat von Jens Sieber bringt die Relevanz des Interiordesigns auf den Punkt: „Der Kunde verliebt sich in das Exterieur und heiratet das Interieur.“ Der Autokauf ist ein hoch emotionaler Kauf, umso mehr ist auch der Designprozess von Emotionen geprägt. Steht ein erstes Design, wird der Entwurf im Rahmen einer Marktforschung am Kunden getestet. Wichtige Messfaktoren: die Herzfrequenz beim Anblick des Designs und die Augenreaktion bei Ansicht der Details. Nur so kann das Ford-Team sichergehen, dass das Design auch Emotionen transportiert. Gefühle entscheiden über den Erfolg.

Als Interior Designer präsentiert Jens Sieber in München die Innovationen im Innenraum des achten Ford Fiestas.   Copyright: Ford

Dass der Kunde schon beim Designprozess im Mittelpunkt steht, ist der Tatsache geschuldet, dass Menschen bei einem Autokauf heute nicht nach dem neuesten Technikfeature suchen, sondern ein ganzes Erlebnis kaufen. Deswegen beobachtet Ford in der Entwicklungsphase ganz genau, welche Probleme Menschen in ihrem Alltag haben, um darauf zu reagieren. Wie kann das Auto beispielsweise helfen, Beruf und Freizeit leichter zu verbinden? Wie können neue Technologien unter Einhaltung der Sicherheitsstandards integriert werden, damit der Mensch seinem gewohnten Kommunikationsverhalten nachgehen kann? Der Mensch und seine Lebensgewohnheiten sollen an erster Stelle stehen, auf die Wirklichkeit folgt das Design. So ist der Alltag eines Menschen beispielsweise schon derartig komplex, dass das Designteam dem entgegenwirken möchte. Die Komplexität wurde extrem reduziert: 50 Prozent weniger Knöpfe und Schalter im Cockpit des Ford Fiesta, das erspart dem Kunden unzählige kleine Entscheidungen im Alltag. Das neue Soundsystem B&O PLAY, sorgt währenddessen für Entspannung und Fahrspaß. Die Autofahrt wird zum Erlebnis.

styleranking Crew-Member Gesche nutzt die Gelegenheit, den Ford Fiesta in der luxuriösen Vignale Variante aus nächster Nähe zu betrachten.   Copyright: styleranking

Der Ford Fiesta, der seinem Namen alle Ehre macht

"Mit noch mehr Stil, Qualität, Technologie und Fahrvergnügen ist Europas beliebtester Kleinwagen jetzt mehr Fiesta als jemals zuvor.", erklärt Joe Bakaj, Vizepräsident von Ford Europa und verantwortlich für die Produktentwicklung. Im Fashionbereich kennen wir ikonische Designs wie die Kelly Bag von Hermès, die Tweed-Designs à la Coco Chanel oder die Bamboo Bag von Gucci. Sie werden zwar immer wieder neu aufgelegt, verlieren aber nie die Verbindung zur Designtradition. Hier schließt sich der Kreis. Der neue Ford Fiesta wartet mit einigen Neuerungen auf, trotzdem bleibt er sich treu. Er ist älter geworden in der achten Generation, erwachsener, definiert sich nach über 40 Jahren Fiesta-Tradition nun mehr über Details als über große Veränderungen.

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