Professional Mobile Phones

Blackberry Key one: Die Alternative für alle, die eine Tastatur am Handy lieben

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Von Roland Schweins
18.12.2017 / 15:16 Uhr

Blackberry hat ein neues Modell auf den Markt gebracht. Und alle, die überlegen, sich ein neues Gerät anzuschaffen, sollten die Features des "Key one" einmal reflektieren und ausprobieren. Denn: Neben einer physischen Tastatur gibt's auch eine Menge weiterer Qualitäten, unter anderem eine sehr hochwertige Kamera und eine extrem lange Akkulaufzeit.


Neues Smartphone "Key one" von Blackberry... Foto: Kathrin Meyer für styleranking

Vorab: Ich bin Blackberry-Fan. Ich habe sie alle gehabt. Die mit dem Rädchen, die mit der Kugel für die Navigation: Pearl, Bold, Curve und Q10. Dann kam irgendwann auch bei Blackberry ein Touchscreen dazu. Leider zeigte sich bei den älteren Modellen schnell: Apps fehlen. Das Betriebssystem war unattraktiv und zu wenig verbreitet, als dass hierfür ausreichend mobile Anwendungen programmiert wurden. Als Blackberry den Passport einführte, wurde ich von den Menschen gehänselt: „Was hast du da für eine Kachel?“ oder „Fällt dir beim Telefonieren da nicht der Arm ab“?

Es folgte der Blackberry Priv – ein tolles Gerät, das wie all seine Vorgänger durch die Tastatur glänzte. Diesmal ausfahrbar. Und mit Android als Betriebssystem. Endlich konnte auch der gemeine Blackberry-Anhänge wieder whatsappen. Doch dann kam der große Paukenschlag: Der Hersteller Blackberry wird verkauft. Die Hardware-Produktion eingestellt. Der Kampf gegen Apple und Samsung ist verloren.

Gibt es also keine Vielfalt mehr bei den Handybesitzern? Müssen alle mit dem Einheitsgerät rumlaufen? Die erlösende Nachricht folgte dann im Sommer: Das chinesische Unternehmen TCL übernimmt die Geräte-Produktion und bringt neue Modelle auf den Markt.

"Man hat etwas Griffiges in der Hand"

Als das “Key one” bei mir für den Produkttest eintrifft, ist nicht nur die Freude groß, sondern auch der erste Eindruck: Da hat sich ja gar nichts verändert. Die Haptik ist identisch, die Inbetriebnahme verläuft unproblematisch.

Ich nutze parallel ein Samsung Galaxy S8, das ich direkt vergleichen kann. Die ganzen technischen Daten lassen sich natürlich hinlänglich auf einschlägigen Technik- und Handyportalen nachlesen. Aber wie sieht es mit den Soft Skills des neuen Blackberry Key one aus? Und: Was fällt auf?

Das Gerät fühlt sich durch die rauh gestaltete hintere Oberfläche sehr griffig an. Das ist sicherlich anders als heute bei gängigen Smart Phones. Einschalten und los geht’s. Beim Hochfahren merke ich: Die Software ist genau so wie bei meinem Vorgänger - dem Priv - gestaltet. Ich nutze den Wechsel und verzichte auf zahlreiche ungenutzte Apps, die den Priv stets langsam gemacht haben.

Entsperren per Fingerabdruck

Ich melde mich mit meinem Fingerabdruck an, das finde ich zunächst etwas albern, stelle aber schnell fest, dass diese Funktionalität - ebenso wie beim Samsung - von großen Nutzen ist. Im Vergleich zum Priv fällt das Display etwas kleiner aus. Da ich das Gerät aber im Wesentlichen zum Lesen, Browsen und Bearbeiten von E-Mails nutze, stört das nicht. Im Gegenteil. Schon nach einigen Tagen merke ich: Der Akku hält bisweilen mehrere Tage trotz intensiver Nutzung. Das ist ein großes Plus. Der Key One hat meine Powerbank-Station bislang noch nicht kennengelernt.

Nächster Vorteil: Endlich verfügt Blackberry über eine hochwertige Kamera. Fachmagazine vergleichen diese mit der Qualität eines Vorbildgeräts wie dem Huawei P10, das die styleranking-Redaktion normalerweise für seine tägliche Arbeit nutzt.

Die Ladezeit lässt sich beeinflussen: Schnell-Laden ist möglich und wird gern genutzt. Und die Tastatur? Die hat sich gefühlt zu den Vorgängermodellen verändert. Sie wirkte durchaus schon einmal etwas hochwertiger, entpuppt sich aber nach mehrtägiger Nutzung als höchst komfortabel und nutzbar. Gebliebt ist aber, dass auch über die Tastatur gestrichen werden kann, um den Bildschirm zu bedienen - das konnte der Priv auch bereits.

Das Fazit: Mit dem Blackberry Key one ist dem neuen Eigner TCL gelungen, bei den Blackberry-Fans wie mir wieder Vertrauen zu gewinnen und eine echte Alternative zu Smartphones zu bringen, die sich im Einerlei in kaum noch etwas unterscheiden. Im Vergleich zu den Vorgängern Priv und Passport fällt der Key one dadurch auf, dass er sich in Sachen Gewicht und Größe etwas zurücknimmt und daher etwas dezenter daherkommt.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, ein Smartphone zu nutzen, das nicht jeder hat und die Tastatur liebt, der ist beim Blackberry Key one exzellent bedient.

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