Social Media: Vero - True Social

Das ist die wahre Antwort auf Instagram, Facebook & Co.

Janice-Claire Scholz
Von Janice-Claire Scholz
27.02.2018 / 18:30 Uhr

Wir posten, liken, teilen, reposten und kommentieren. Und das tun wir wo? Genau, auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter. Diese Social-Media-Kanäle sind unsere vertrauten Begleiter im Alltag. Und leider verärgern genau diese beliebten Plattformen auch immer mehr ihre eigenen User mit Paid Posts, unumgehbarer Werbung und einem persönlichen Newsfeed, der allerdings alles andere als personalisiert erscheint. Zu verdanken haben wir das ständig neu eingeführten Algorithmen. Während damals das Connecten und die soziale Interaktion im Fokus stand, scheint es, als würde mittlerweile Werbung der wichtigste Hauptbestandteil der Sozialen Netzwerke sein. Die Antwort auf all das? Die Social Media App Vero - True Social, die genau das anders machen soll und verspricht auf Werbung zu verzichten. Was ist Vero? Was kann die neue Social-Media-Plattform? Und welche Influencer sind bereits auf Vero vertreten?

Auch styleranking ist bereits auf der Social Media App Vero - True Social vertreten.   Copyright: styleranking

Was ist Vero?

Vero ist eine Social Media App. Wer sich näher damit auseinandersetzt, merkt sofort: Vero ist gar nicht neu, denn das Soziale Netzwerk existiert bereits seit 2015. Gründer ist der libanesische Milliardär Ayman Harari. Interessanterweise ist Vero auf den Konkurrenzportalen Facebook, Twitter und auch Instagram vertreten. True Social: wahres netzwerken, wahre soziale Kontakte. Nicht nur Follower, sondern richtige Freundschaften - auch in der Onlinewelt. Darum geht es bei dem gehypten Sozialen Netzwerk.

Ein gravierender Unterschied, der uns sofort auffällt: Vero kategorisiert die einzelnen Posts in unterschiedliche Formate und differenziert etwa zwischen Fotos, Videos und Links. Das kennen wir jedoch bereits von Facebook, Instagram & Co. Der Unterschied bei Vero: Du kannst hier auch Musik, Filme, Bücher und Orte mit der Vero-Community teilen. Dementsprechend kann man sich bei den einzelnen Vero-Accounts auch nur eine bestimmte dieser Kategorien anzeigen lassen. Nicht die Ästhetik wie bei Instagram ist hier relevant, sondern der Informationsgehalt.

Damit verbunden ist auch der Aspekt, mit wem genau bestimmte Informationen geteilt werden. Das kennen wir etwa von Facebook, wo einzelne Posts mit der gesamten Öffentlichkeit, mit Freunden oder nur mit Freunden außer Bekannten geteilt werden können. Vero hingegen spricht von den Verbindungen Enge Freunde, Freunde und Bekannte, in die man die einzelnen Kontakte einordnen kann. Vero versichert dem Nutzer, dass dies für den Anderen nicht sichtbar sei. Außerdem gibt es zwei Kontaktlisten: Die eben besagten Freundesgruppen und die Followerliste, die aufzeigt, wem man selbst folgt und wer die Follower des eigenen Accounts sind. Die Verbindungen und Follower müssen aber nicht zwangsläufig miteinander verknüpft sein. Das bedeutet als User kann man strikt zwischen den privaten und Social-Media-Kontakten differenzieren.

Der größte Vorteil, der auf den anderen Sozialen Netzwerken vor einiger Zeit noch selbstverständlich war: Die chronologische Anordnung von Posts. Einen Algorithmus, der den Feed in eine andere Reihenfolge bringt, ist hier (noch) nicht vorhanden. Auf diese Weise ist man wie in alten Social-Media-Zeiten immer über die aktuellsten Posts seiner Vero-Kontakte informiert.

Mehr Authentizität, weniger Werbung?

Wieso ist der Hype um Vero erst jetzt so laut? Die Erklärung liegt auf der Hand. Während andere Social-Media-Kanäle ihre User mit Werbung nerven, will Vero sich auf genau das konzentrieren, was im Fokus stehen soll: Das soziale Leben. Ohne Werbung. Mit echtem, unbezahltem Content. Doch ist das möglich? Wie auch auf den anderen Social-Media-Kanälen können Influencer auch auf Vero, Posts mit bezahltem Hintergrund teilen. Hashtag-Werbung kann auch auf Vero spielend leicht umgesetzt werden. Und was ist mit Affiliate Links? Kann Vero solche Werbeformen tatsächlich verhindern oder wird noch eine sichtbare Kennzeichnung von Werbung eingeführt? Wenn es soweit kommt, ist Vero schließlich auch nicht mehr werbefrei. Die große Frage, die wir uns stellen: Will Vero Influencern die Werbung strikt verbieten, um sein Versprechen der Werbefreiheit einzuhalten?

Das Vero-Geduldsspiel

Doch nicht nur mit Werbefreiheit, sondern auch mit einer noch kostenlosen Mitgliedschaft lockt Vero potenzielle User an. Der ersten Million, die sich registriert, wird eine lebenslange kostenlose Mitgliedschaft garantiert. Für alle Nutzer nach der Millionenmarke kostet die App. Um wie viel es sich dabei handelt, wird derzeit noch nicht konkretisiert. Spekuliert wird aber über einen jährlichen Betrag. Das Interesse an der App steigt kontinuierlich. Darauf war Vero anscheinend nicht vorbereitet und hat mit einer Überlastung der Server zu kämpfen. Denn der Anmeldevorgang, das Adden von Kontakten oder das Posten von Inhalten sind ein wahres Geduldsspiel. Der Ladekreis dreht sich und dreht sich. Vero hat dazu bereits Stellung genommen und versichert etwa auf dem eigenen Twitter-Account diese Probleme zu beheben.

Trotz aller Startschwierigkeiten wächst die Vero-Community weiter. Mit dabei sind auch namhafte Influencer wie Nina von fashiioncarpet, Marina The Moss, Luisa Lion und Debi Flügge. Auch styleranking kannst du bereits auf Vero finden.

Vero selbst hat auf seiner eigenen Plattform knapp 127 Tausend Follower. Die Anzahl steigt rasant an. Als Vergleich: Instagram zählt auf dem eigenen Social-Media-Kanal über 232 Millionen Follower. Bist auch du bereits auf Vero registriert? Wie sind deine ersten Erfahrungen mit der Vero App? Und ist Vero die Social-Media-Plattform, die uns Instagram, Facebook & Co. vergessen lässt? Wir verfolgen die weitere Entwicklung von Vero und sind gespannt, wie es mit der App weitergeht.

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