Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Spring/Summer 2019

Die Berlin Fashion Week wächst wieder

Von Franziska Gajek
19.06.2018 / 16:49 Uhr

Fashion Week Initiator Mercedes-Benz und Veranstalter Nowadays veröffentlichen den offiziellen Schauenplan für die MBFW. Vom 03. bis zum 05. Juli öffnet das E-Werk als Veranstaltungslocation erneut seine Pforten und feiert deutsches Design unter dem Motto Follow MBFW - Liberate Fashion.

Neben einigen neuen Designer-Namen fällt vor allem eines ins Auge: Der Schauenplan wächst. Nachdem die neu aufgestellte MBFW im Januar gerade einmal zehn Schauen auf drei Tage verteilte, wächst die Anzahl der Runway Shows für den Juli auf 16 Shows an. „Wir haben viele Anfragen von Designern erhalten, die mit uns zusammenarbeiten wollen. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, die Fashion Week weiter auszubauen”, sagt Annika Brix, Kommunikationschefin der MBFW Berlin.

Die MBFW Berlin stockt den Schauenplan zum Sommer 2018 deutlich auf. Statt 10, zeigen 16 Labels ihre Kollektionen im E-Werk.   Copyright: Alexander Koerner / Getty Images

Guido Maria Kretschmer und Marina Hoermanseder als Zugpferde der Fashion Week

Unter den ganz großen Namen der kommenden Berliner Modewoche: Guido Maria Kretschmer und Marina Hoermanseder. Die beiden etablierten Designer bilden ein attraktives Gerüst rund um Newcomer und einige kommerzielle Namen auf dem offiziellen MBFW Schauenplan.

Noch im Januar zeigte Hoermanseder ihre Kollektion bei einem Offsite Defileé im Rahmen des Berliner Salons. Nun schließen sich die MBFW und Der Berliner Salon erstmalig zusammen, wie uns Annika Brix verrät. Gemeinsam bieten die beiden unabhängig voneinander agierenden Veranstalter einer der talentiertesten deutschen Designerinnen einen gebührenden Rahmen für ihre Spring/Summer 2019 Kollektion.

Ihre Fall/Winter 2018/2019 Kollektion präsentiert Marina Hoermanseder im Rahmen des Berliner Salons in einer industriellen Offsite Location.   Copyright: Victor Heekeren für styleranking

Mercedes-Benz öffnet die Fashion Week für ein breites Publikum

Während Mercedes-Benz in der Vergangenheit vor allem auf kommerziell erfolgreiche Labels wie Bogner, Riani oder Sportalm Kitzbühel setzt, bietet der MBFW Initiator gemeinsam mit Veranstalter Nowadays in diesem Jahr auch Brands wie Lana Müller, Maison Common oder Nachwuchsstar Danny Reinke eine Plattform.

Ergänzt wird diese Ausrichtung durch ein attraktives Angebot für Endkonsumenten abseits des Schauenkonzepts. Auf dem Vorplatz des E-Werks überträgt ein riesiger Bildschirm die Fashion Shows aus dem Innern der Eventlocation. Außerdem lockt der Foodmarket The Good Local mit aktuellen Street Food Trends zum Hotspot der Berliner Modewoche.

Damit öffnen Mercedes-Benz und Nowadays die exklusive Fashion Week- zumindest in Teilen - für ein breites Publikum. Dennoch, so Annika Brix, soll die Modewoche eine Veranstaltung für Fachpublikum bleiben.

Designer Dawid Tomaszewski eröffnet die MBFW Berlin im Januar 2018 im E-Werk Mitte.   Copyright: styleranking

Michalsky, Ostertag und Co. setzen auf Unabhängigkeit

Bleibt zu klären, wer fehlt. Berlins Liebling Dawid Tomaszewski markiert im Januar noch den Auftakt der Modewoche und taucht sechs Monate später auf dem offiziellen Schauenplan von Mercedes-Benz gar nicht mehr auf. Auch Brands wie Michael Michalsky oder Marcel Ostertag, die nicht minder als Aushängeschild für die Fashion Week in Berlin funktionieren, lagern ihre Schauen aus und präsentieren unabhängig von Mercedes-Benz und Nowadays ihre Kollektionen.

Julia Gockeln, Brand Manager bei Marcel Ostertag sagt: „Wir haben uns dazu entschieden, mit dem Fashion Council zusammen zu arbeiten, weil wir einen eindeutigen Fokus auf die Nachwuchsförderung legen wollen. Unsere Gäste erwartet eine atemberaubende Offsite-Location in der rund 450 ausgewählte Besucher Platz finden.”

Marcel Ostertag zeigt auch seine Spring/Summer 2018 Kollektion nicht im Rahmen des Mercedes-Benz Schauenplans, sondern wählt eine individuelle Offsite Location.   Copyright: Victor Heekeren für styleranking

Trotzdem oder gerade weil viele prägende Labels noch ohne Mercedes-Benz und Nowadays ihre Kollektionen präsentieren, formen die Veranstalter der MBFW ihr Angebot so attraktiv und vielseitig wie möglich. Damit orientieren sie sich einmal mal in Richtung Zukunft der Berliner Modewoche.

Marcus Kurz, Veranstalter und Inhaber der Kreativagentur Nowadays sagt: „In Zukunft sollen Designer zuerst einmal selbst definieren, auf welcher Plattform sie sich am besten präsentieren. Dafür müssen wir ihnen ein Spektrum an verschieden ausgerichteten Formaten bieten."

Das Konzept von Mercedes-Benz und Nowadays scheint aufzugehen. Für den Sommer kündigt sich ein gelungener Mix aus modisch anspruchsvollen Veranstaltungen und kommerziell relevanten Schauen an. Annika Brix sagt: „Wir sind sehr breit aufgestellt und freuen uns, einen Querschnitt deutscher Modedesigner in Berlin präsentieren zu können.”

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