Interview

Ex-GNTM-Star Mandy Bork verrät ihre persönlichen Beauty-Tipps und Problemzonen

14.05.2017 / 12:00 Uhr

Mandy Bork... Mandy Bork... Hört man diesen Namen, erscheint er einem irgendwie bekannt, aber so ganz zündet es auf Anhieb nicht. Bis jemand in diesem Zusammenhang den Titel der Pro7-Castingshow Germany's Next Topmodel fallen lässt. Ach ja: "Das ist doch die Zweitplatzierte aus dem Jahr 2009. Wer hatte da noch gleich gewonnen?", schießt als nächste Frage direkt hinterher. (Für alle, die es nicht mehr wissen, es war Sara Nuru.) Wir alle kennen die "Was ist aus den GNTM-Teilnehmerinnen geworden?-Rankings zum Start einer jeden neuen, gefühlt 275. GNTM-Staffel. Seit Jahren dabei ist Mandy, denn sie gehört zu den wenigen Kandidatinnen, die trotz Titelverfehlung zu den wahren Gewinnerinnen gezählt wird. Sie arbeitet als Model, Moderatorin und baut auch ihr Standbein als Influencer immer weiter aus. Den großen, lauten Erfolg einer Lena Gercke genießt sie nicht. Aber das macht auch nichts. Denn Mandy Bork geht ihren eigenen Weg. Dabei hinterlässt sie Spuren, die dafür sorgen, dass sie den Menschen, denen sie begegnet, aunweigerlich im Gedächtnis und im Herzen bleibt. So geschehen auf der BEAUTY Düsseldorf im April 2017. Dort treffe ich Mandy am Stand von Alessandro. Hier moderiert sie die Präsentation der neuen Alessandro x Thomas Rath-Kollektion "FASHION COLOURS by THOMAS RATH". Und ich lerne eine extrem sympathische, dabei autenthische und bodenständige junge Frau kennen.

styleranking-Chefredakteur Daniel trifft Mandy Bork zum Interview auf der BEAUTY in Düsseldorf.   Copyright: styleranking

styleranking: Was machst du hier auf der Beautymesse?

Mandy Bork: Heute bin mal als Moderatorin auf der BEAUTY. Ich moderiere derzeit auch für RTL meinen eigenen, kleinen Promiklatsch. Aber auch als Influencer bin ich derzeit sehr aktiv, wobei das Modeln immer noch mein Hauptziel ist. In 2017 ist man allerdings kein typisches Model mehr. Es gibt so viel mehr, das auch Spaß macht. Ich probiere mich sehr viel aus. In die Schauspielrichtung werde ich aber nicht gehen, das kann ich gar nicht! (lacht)

styleranking: Wir stehen hier am Stand von Nagellackmarke Alessandro: Wie nagellackverrückt bist du?

Mandy: Als Model gestaltet es sich für mich stets etwas schwierig mit Farben zu spielen. Deshalb benutze ich privat tatsächlich den Striplack, weil es das Ganze für mich vereinfacht. Ich kann mir damit auch mal rote Nägel lackieren und nicht immer nur Nude und Klarlack. Das geht einem dann irgendwann auf die Nerven. Im Sommer trage ich schon ganz gerne mal Neonfarben.

styleranking: Wie gut bist darin, dir selbst die Nägel zu lackieren?

Mandy: Ich bin tatsächlich wirklich gut darin und scheine eine ruhige Hand zu haben. Meine Freundinnen bitte mich oft: „Kannst du mir bitte meinen roten Nagellack auftragen, du machst das so ordentlich.“ Ich scheine eine relativ ruhige Hand zu haben. Wenn ich dann im Job bin und sehe, wie mir jemand den Lack über die Nagelhaut lackiert, bekomme ich auch manchmal einen kleinen Anfall und würde es am liebsten korrigieren.

styleranking: Nach dem Motto: „Gib mir das, ich mach das!“

Mandy: Ja, wirklich! Ich biete es ganz oft und frage, ob ich es selbst machen soll. Aber dann lautet die Antwort meist: „Nee, nee, schon gut. Ich mach das!“

Ex-GNTM-Juror trifft EX-GNTM-Kandidatin: Thomas Rath präsentiert seine Nagellackkollektion für Alessandro mit Mandy Bork als Moderatorin.   Copyright: Alessandro

styleranking: In die Redaktion kam neulich schwarzer Nagellack für Männer eingetrudelt. Was denkst du über Nagellack an Männern?

Mandy: Mir gefällt es, wenn Männer sich pflegen. Gesichtscremes und Pflegeprodukte nutzen. Nagellack an Männern… Das können dann eher die Trendsetter tragen, die in New York leben und diesen Lifestyle verkörpern. Pharell Williams! Wenn er Nagellack trägt, sieht das cool aus. Wenn mein Nachbar das auftragen würde, müsste ich mich fragen, ob seine kleine Tochter zu Besuch war.

styleranking: Drei ganz persönliche Beauty-Tipps von dir? Und bitte nicht „Wasser trinken“!

Mandy: Nein, natürlich. Wasser trinken hilft, aber dadurch wird man jetzt auch nicht schön. Was ich wirklich super finde, ist Cocosöl! Das trage ich stets auch auf Reisen bei mir. Man kann es als Gesichtsmaske nutzen, auf die Lippen auftragen, sich damit Rasieren, es in die Haare packen - es ist ist wirklich der Allrounder. Natürlich und ganz ohne Allergien. Ich liebe das!

styleranking: Was noch?

Mandy: Trinkampullen mit Collagen. Ich glaube daran, dass von innen heraus besser ist, als immer nur von außen. Was ich zudem mag: Ein Hydra Facial, das ich mir alle vier Wochen gönne. Eine Kosmetikbehandlung ganz ohne Botox oder Hyaloron, aber auch mehr als nur Hautunreinheiten beseitigen. Meine Lieblingsbehandlung - kann ich allen wirklich nur empfehlen.

styleranking: Als Model ist man sich von Berufswegen bewusst, dass man auf irgendeine Weise schön aussieht. Ohne arrogant zu klingen, denkst über dich selbst: Ich sehe schon ziemlich gut aus?

Mandy: Natürlich muss man mit sich selbst zufrieden sein, sonst kann man diesen Job gar nicht ausführen. Deshalb klage ich auch nicht ständig über irgendwelche Problemzonen, sondern bin einfach im Reinen mit mir. Es hat für mich auch nicht nur mit der Optik zu tun, sondern auch mit der Ausstrahlung. Der schönste Mensch bringt einem nichts, wenn er auf irgendeine Art und Weise unsicher ist, was er letztendlich auch ausstrahlt. Jeder Mensch hat seine Makel, selbst eine Giselle Bündchen! Ich natürlich auch. Man muss seine Fehler aber einfach zu lieben wissen.

Wiedersehen macht Freude: Nachdem Mandy Bork das styleranking FashionBloggerCafé THE SHOW im Januar 2017 besuchte, treffen sich unser Chefredakteur Daniel und Model Mandy wieder.

styleranking: Das hört sich ganz schön klischeemäßig an.

Mandy: Das tut es! Aber ich habe die schönsten Models gesehen und selbst die klagen: Ach, mein Bindegewebe, mein kleiner Zeh ist größer als der andere, wie auch immer. Ich sage euch, kein Mensch ist hundertprozentig mit sich zufrieden!

styleranking: Womit bist du an dir selbst unzufrieden?

Mandy: Mein Po so eine schwache Stelle. Alle Frauen sind irgendwie mit ihrem Po unzufrieden. Es kostet einfach wahnsinnig viel Mühen und Workouts. Man muss sich einen Schokoriegel ja nur anschauen und bildet sich direkt ein, Zellulose zu bekommen.

styleranking: Du bist vor zehn Jahren 2. bei Germany’s Next Topmodel by Heidi Klum geworden. Trägst du diesen GNTM-Stempel?

Mandy: Eigentlich gar nicht. Weil ich von Anfang an die Sache rangegangen bin mit dem Ziel Model zu werden, kein Z-Promi oder Darstellerin in Alarm für Cobra 11. Ich wollte modeln! Deshalb hab ich mich anfangs aus diesen Angelegenheiten rausgehalten, bin nie auf Events gegangen, bis man mich als Model ernst genommen hat. Aus diesem Grund arbeite ich seit über acht Jahren in diesem Beruf, habe immer noch meine Kunden und bekommen neue Kunden. Im vergangenen Jahr stand ich für ein Shooting der VOGUE Brazil vor der Kamera, das war schon sehr geil. Für ein Model ist das Beste. Von daher glaube ich, dass ich meinen Weg gemacht habe. Die Leute erkennen mich zwar, sehen mich aber anfangs nicht als Topmodel-Kandidatin.

styleranking: Vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns darauf, dich im Sommer wieder auf dem FashionBloggerCafé THE BEACH zu treffen.

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