Star Interview

Jörn Schlönvoigt und Hanna Weig: „Es ergibt keinen Sinn, das Kind zu verstecken"

Franziska Gajek
Von Franziska Gajek
17.05.2018 / 11:37 Uhr

Schön, jung, erfolgreich und verliebt. Jörn Schlönvoigt und Hanna Weig geben ein glamouröses Paar ab. Er steht seit 2004 bei Gute Zeiten, Schlechte Zeiten im Rampenlicht. Sie modelt und ist als YouTuberin erfolgreich. Beide sind längst zu Social Media Stars avanciert. Töchterchen Delia und die anstehende Hochzeit im Juli machen das Glück perfekt. All das inszeniert das Paar erfolgreich auf YouTube und Instagram.

Wir treffen die beiden beim Dyson Event in Hamburg zum Interview. Das vier Monate alte Töchterchen Delia ist dabei und schlummert friedlich im Kinderwagen, während Mama und Papa Staubsauger testen und Interviews geben. Entgegen vieler Kollegen entscheiden sich Jörn und Hanna dazu, ihr Kind öffentlich zu zeigen. Im Interview verraten sie uns, warum.

„Du siehst genau aus wie unser Kindermädchen." Mit diesen Worten begrüßen Hanna und Jörn Crew Member Franzi zum Interview.

styleranking: Meine erste Frage war eigentlich, wie es für euch ist, einen ganzen Abend ohne Kind zu verbringen. Aber das ist ja heute gar nicht notwendig.

Jörn: Es gibt Events, wo wir sie einfach nicht mitnehmen können, weil es zu laut ist. Aber wenn möglich, haben wir Delia bei uns. Ich finde es so schön, Zeit mit ihr zu verbringen.

Hanna: Wenn wir sie nicht bei uns haben, ist das für Jörn und mich total schlimm. Wenn die Oma auf sie aufpasst, schreibe ich jede Stunde, ob alles in Ordnung ist. Ich vermisse die Kleine in jeder Minute.

styleranking: Wie fühlt es sich an, Mama und Papa zu sein?

Hanna: Es fühlt sich so schön an, dass ich es nicht mit Worten beschreiben kann.

Jörn: Ich habe ein ganz anderes Verantwortungsbewusstsein auf einmal. Seit dem wir Eltern sind, sind wir als Paar noch mehr zusammen gewachsen. Wir sind reifer geworden und denken anders über das Leben nach.

„Wäsche waschen nervt"

styleranking: Drei Leute erfordern mehr Organisation als zwei. Gibt es jetzt einen Haushaltsplan bei euch?

Hanna: Wir sind ein perfektes Team im Haushalt und teilen uns die Arbeit auf. Wenn einer mehr Papierkram erledigen muss oder mehr arbeiten geht, schmeißt der andere den Haushalt.

styleranking: Welche drei Aufgaben im Haushalt findet ihr total ätzend?

Hanna: Bügeln.

Jörn: Wäsche waschen nervt. Und wischen mag ich auch nicht.

styleranking: Wie ist die Arbeitsteilung bei euch? Jörn mäht den Rasen und Hanna kocht?

Hanna: Es gibt keine bestimmten Rollen bei uns. Wir teilen uns alles. Aber Jörn kocht sehr gut.

Jörn: Hanna kocht auch gut.

Hanna: Ja, aber Jörn kann es einfach besser und er kocht gesünder.

Jörn: Hanna kommt aus Bayern. Da ist alles so deftig.

styleranking: Auf euren Social-Media-Kanälen können Fans und Follower euer Familienleben live miterleben. Warum teilt ihr euer Leben öffentlich?

Jörn: Wir haben uns dazu entschieden, die Schwangerschaft und unser Leben als Familie ganz offen zu kommunizieren. Dadurch ist es auch nicht mehr so interessant.

Hanna: Ich habe außerdem mit Instagram und YouTube angefangen. Es wäre gemein gewesen, wenn ich meinen Followern gesagt hätte, dass sie die Schwangerschaft nichts angeht.

Jörn: Die Entscheidung, Delia zu zeigen, haben wir bewusst getroffen. Wir wollten kein Geheimnis daraus machen. Wir sind ständig unterwegs und werden fotografiert. Da ergibt es keinen Sinn das Kind zu verstecken. Außerdem wollten wir nicht, dass Delia mit unruhigen Eltern unterwegs ist. Wir hätten ständig darauf achten müssen, ob sie fotografiert wird. Man kann es natürlich so machen, wie die ein oder andere Kardashian. Einfach gar nicht über die Schwangerschaft reden und plötzlich ist ein Kind da.

styleranking: Ihr bietet damit eine große Fläche für Angriffe. Tangieren euch negative Schlagzeilen zu eurem Privatleben?

Hanna: Mich stört das nicht. Es melden sich immer Hater zu Wort. Es werden immer blöde Artikel veröffentlicht. Aber wir wissen, wie es wirklich ist. Das zählt. Alles andere blenden wir aus.

Jörn: Ich registriere negative Schlagzeilen und nehme sie schmunzelnd zur Kenntnis. Im Endeffekt gehört unser Leben nur uns. Wir teilen es, unseres Erachtens, dosiert mit der Öffentlichkeit. Damit sind wir bis heute gut gefahren.

„Den goldenen Löffel wird es bei uns nicht geben"

styleranking: Müsst ihr euch gegenüber euren Followern dafür rechtfertigen, euer Privatleben öffentlich gemacht zu haben?

Jörn: Wir hatten es vermutet. Aber im Gegenteil. Das Feedback fiel fast ausschließlich positiv aus. Hätten wir sie nicht gezeigt, wäre es sicher ein Problem geworden. Dann hätten die Leute gesagt, ihr habt doch die Schwangerschaft gezeigt und das Kind zeigt ihr nicht. Wir sehen es auch auf anderen Instagram-Seiten von Personen aus der Öffentlichkeit. Die haben zwar verraten, dass sie schwanger sind, zeigen aber das Kind nicht. Da gibt es Probleme.

Hanna: Die Follower haben sich gefreut, dass sie an Delias Leben teilhaben können. Und wir zeigen ja auch nicht übermäßig viel. Hier und da posten wir mal ein Foto. Mehr preisgeben möchte ich nicht.

styleranking: Wie wird das für eure Tochter sein, wenn sie älter wird? Sie wächst nicht auf, wie jedes andere Kind.

Jörn: Wichtig ist, was von den Eltern kommt. Wir werden sie wie ein ganz normales Kind erziehen. Dabei lassen wir außen vor, dass wir als Eltern in der Öffentlichkeit stehen. Es wird keine Extrawürste für sie geben. Sie muss für ihren Erfolg arbeiten, wie alle anderen auch.

Hanna: So wie wir das auch tun mussten. Wir sind in ganz normalen Verhältnissen aufgewachsen.

Jörn: Den goldenen Löffel wird es bei uns nicht geben.

styleranking: Hanna, du sprichst in einem YouTube Video ganz offen über die dramatische Geburt. Warum teilst du diesen intimen Moment mit deinen Followern?

Hanna: Ich wollte das Video unbedingt drehen. Viele Mädchen, ich eingeschlossen, kennen das Krankheitsbild Schwangerschaftsvergiftung nicht. Mir war nie bewusst, dass eine Schwangerschaft schief laufen kann. Deswegen kläre ich darüber auf. Ich möchte niemandem Angst davor machen, Kinder zu bekommen. Aber bei mir wurde die Diagnose fast zu spät festgestellt. Wenn meine Follower für das Thema Schwangerschaftsvergiftung sensibilisiert werden, achten sie vielleicht aufmerksamer auf die Anzeichen.

Hanna Weig und Jörn Schlönvoigt lassen Fans und Follower schon in der Schwangerschaft an ihrem Leben als Familie teilhaben.

styleranking: Jörn, wie nutzt du Social Media?

Jörn: Social Media funktioniert als Teil meines Berufs. Ich glaube, dass viele noch nicht erkannt haben, wie wichtig das Internet und der Kontakt zu den eigenen Fans ist. GZSZ ist die eine Seite, Instagram die andere. Das macht meine Karriere komplett. Jemanden nur im TV zu sehen ist 90er.

styleranking: Jörn, du arbeitest als Schauspieler und Musiker. Außerdem managst du Beziehung, Kind und Haus. Wo entspannst du dich?

Jörn: Die Familie ist meine Basis und bedeutet pure Entspannung für mich. Delia und Hanna stelle ich über alle beruflichen Dinge. Außerdem treibe ich viel Sport und strukturiere meinen Alltag sehr genau. Bei mir existieren minutengenaue Zeitpläne, die regeln, wann ich was mache. Anders geht's nicht.

„Ich habe mich entschieden"

styleranking: Bleibt da noch Zeit, eine Traumhochzeit zu planen?

Hanna: Ich bin die Beauftragte, weil Jörn ganz viele Sachen im Kopf hat. Aber ich übernehme das gern und habe Hilfe von einem Weddingplaner.

styleranking: Gibt es Traumhochzeiten von Stars oder Royals, die euch als Inspiration dienen?

Jörn: Egal welche. Unsere wird besser.

Hanna: Habe ich tatsächlich gar nicht. Wir machen einfach unser eigenes Ding daraus.

styleranking: Auf Hochzeiten schwört man sich für immer. Das ist eine sehr lange Zeit. Macht euch das Angst?

Jörn: Ich bin schon so alt, das macht mir keine Angst mehr. Für immer ist nicht mehr so lang.

Hanna: Mir macht das überhaupt keine Angst. Man heiratet nur, wenn man sich für immer entscheiden möchte. Ich habe mich entschieden. Wir haben eine gemeinsame Tochter, die wir über alles lieben. Ich könnte mir nichts anderes vorstellen, als mit Jörn mein Leben zu verbringen.

Jörn Schlönvoigt wird 1986 in Berlin geboren. Neben Rollen in Schloss Einstein oder Alphateam macht ihn seit 2004 seine Rolle als Philip Höfer in der RTL-Serie Gute Zeiten, Schlechte Zeiten berühmt. Neben seiner Schauspielkarriere widmet sich Schlönvoigt auch der Musik. Seit 2007 veröffentlicht er 3 Studioalben, seine Single Das Gegenteil von Liebe aus dem Jahr 2007 landet auf Platz 8 der deutschen Charts. Im Juni 2017 zeigt sich Jörn das erste Mal öffentlich mit seiner neuen Freundin Hanna Weig auf Mallorca.

Hanna wird 1995 in Bayern geboren und macht eine Lehre zur Bankkauffrau. Nebenbei modelt sie und bespielt seit 2017 ihren eigenen YouTube-Kanal. Jörn und Hanna leben mittlerweile gemeinsam in Berlin. Am 13. Dezember 2017 kommt die gemeinsame Tochter Delia zur Welt. Die Hochzeit der beiden ist für den Juli 2018 geplant.

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