MTV Video Music Awards 2016

Liebeserklärungen, Sex Sells und Möchtegern-Präsidenten: Die Highlights der MTV VMAs 2016

Lara Schwitalla
Von Lara Schwitalla
29.08.2016 / 13:07 Uhr

Lucky Thirtythree: Live aus dem Madison Square Garden in New York präsentiert in der Nacht von Sonntag auf Montag MTV seine obligatorischen Video Music Awards. Unter den kritischen Blicken zahlreicher Weltstars im Publikum, Promis und Zuschauern vor den Fernsehern rund um den Globus. Die 33. Jubiläumsausgabe der legendären Preisverleihung eröffnet Rihanna und versetzt das Publikum mit ihrer Performance in Ekstase. Doch nicht nur die musikalischen Auftritte sorgen in alter Tradition für die Highlights des Events…

Auf Rihannas Eröffnungshit folgen drei weitere Auftritte der Sängerin aus Barbados. Die Überraschung des Abends: Rapper und Rihanna-Verehrer Drake überreicht der 28-Jährigen den Michael Jackson-Vanguard-Award. Dieser Preis ehrt das Lebenswerk des Künstlers und seinen Einfluss auf die MTV Kultur. In seiner Rede gesteht Drake seiner Angebeteten seine Liebe, die er für die Sängerin hegt, „seit er 22 Jahre alt“ ist. Rührende Liebeserklärung und eiskalt die Show gestohlen?

Sind Rihanna und Drake das neue Lieblingspärchen der Musikbranche?   Copyright: Michael Loccisano/Getty Images

Neben Rihanna performt auch Ariana Grande mit einer skurrilen Bühnen-Choreographie auf Spinning Bikes gemeinsam mit Rapperin Nicki Minaj. Außerdem feiert Amerikas Lieblingsblondine Britney Spears nach fast zehn Jahren Bühnenabstinenz ihr VMA Comeback. Gemeinsam mit Rapper G-Eazy inszeniert die Ex-Skandalnudel ihren Song „Make me“ sowie seinen Hit „Me, Myself & I“. So sehr wir uns auch über den Auftritt von Britney Bitch freuen, umso fader ist der bittere Beigeschmack, den nicht einmal der zuckersüße Popsong "Make Me" wettmachen kann: Ein langweiliger, uninspirierter Auftritt mit der falschen Songauswahl und Sex sells-Masche der billigen Art. Immerhin schafft er es, das "Gimme more"-Fiasko aus dem Jahr 2007 zu toppen - was aber auch nicht allzu schwer ist. Doch auch Highlights wie Drakes Liebeserklärung und Britneys Comeback stellt eine ganz besondere Künstlerin an diesem Abend locker in den Schatten.

Ganz schön sportlich: Sängerin Ariana Grande schwingt sich für ihre Performance auf ein Spinning Bike.   Copyright: Michael Loccisano/Getty Images

Als Star des Abends krönt man, welch Überraschung, Queen B. Allerdings nicht mit einem, zwei oder drei Awards. Insgesamt unglaubliche acht Moonmen räumt Beyoncé im Madison Square Garden ab – womit sie sich wie selbstverständlich auf die Spitze der VMA-Abräumer katapultiert und Poplegende Madonna mit insgesamt 20 VMA Moonmen um vier Preise überholt. Damit repräsentiert ihr großartiger, 15-minütiger und endlos cooler Auftritt mit einem Medley aus den Songs ihres Albums Lemonade nur das Sahnehäubchen eines legendären Abends.

Mit insgesamt acht abgestaubten Preisen hat Sängerin Beyoncé mehr als nur einen Grund zu strahlen.   Copyright: Michael Loccisano/Getty Images

Auf diese Weise stiehlt Queen B auch Wannabe Mr. President Kayne West mit verblüffender Leichtigkeit die Show. Dass der mal wieder vier Minuten extra Stagetime an sich reißt und sein Skandalvideo „Famous“ mit nackten Wachsfiguren von Taylor Swift, Donald Trump, Anna Wintour und Kim Kardashian rechtfertigt, wird wohl zur Tradition. Bereits im vergangenen Jahr kündigte er bei den VMAs seine Präsidentschaftskandidatur für 2020 an. Na dann viel Glück, Mr. President. Wäre schließlich nicht das erste Mal, dass sich ein selbstüberschätzender und realitätsfremder Möchtegern für diese Stelle bewirbt.

Mit diesem Auftritt feiert Britney Spears ihr VMA Comeback.   Copyright: Michael Loccisano/Getty Images

Alle Gewinner der MTV VMAs 2016

Best Female Video: Beyoncé, Hold up

Best Male Video: Calvin Harris ft. Rihanna, This is What You Came For

Best Hip Hop Video: Drake, Hotline Bling

Best Collaboration: Fifth Harmony ft. Ty Dolla $ign, Work From Home

Best Art Direction: David Bowie, Blackstar

Breakthrough Long Form Video: Beyoncé, Lemonade

Best Direction: Beyoncé, Formation

Best Cinematography: Beyoncé, Formation

Best Editing: Beyoncé, Formation

Best Visual Effects: Coldplay, Up & Up

Song of Summer: Fifth Harmony ft. Fetty Wap, All in my Head

Video of the Year: Beyoncé, Formation

Best Pop Video: Beyoncé, Formation

Best Rock Video: Twenty One Pilots, Heathens

Best Electronic Video: Calvin Harris & Disciples, How Deep Is Your Love

Best New Artist: DNCE

Best Choreography: Beyoncé, Formation

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