Star-News

Lila Regen und Schnee im April: Die Welt weint um Prince

22.04.2016 / 18:08 Uhr

Wenn vom Himmel violette Tropfen rieseln und man nicht nur Tauben weinen hört, zollt die Welt einer Ikone Tribut. Der Künstler, Sänger und Songwriter Prince Rogers Nelson starb am 21. April 2016 im Alter von gerade einmal 57 Jahren in Chanhassen, Minnessota. Der plötzliche Tod des Künstlers erhebt ein Talent zur Legende - und lässt die Welt still stehen. Twitter verwandelt sich in Millionen von Abschiedsbriefen im 140 Zeichen Format. Von US-Präsident Barack Obama über Justin Timberlake bis hin zu Firmengiganten wie Google nehmen musikbegeisterte Abschied vom Phänomen Prince. Auch wir erweisen dem Ausnahmetalent die letzte Ehre.

In Mode, Musik und Performance provozierte der gebürtige US-Amerikaner bereits vor seinem Durchbruch durch den Song Purple Rain 1984 in vollen Zügen. In seiner Musik variierte er Musikgenres von Funk, R’n’B und Soul über Pop und Rock bis hin zu Jazz zu einzigartigen Meisterwerken. Und auch im puncto Mode kreierte Prince ein einmaliges Erscheinungsbild durch provokante Stilmixe. Von hautengen Hosenanzügen über gigantische Schulterpolster bis hin zu hochhackigen Schuhen – um einen einzigartigen Look zu entwickeln, kannte Prince kein Tabu. Zu den unumgänglichen Keypieces des Künstlers zählten beinahe Brusthohe, taillierte Anzughosen, mal mit mal ohne Hemd dazu. Häufig kombinierte der Star dazu hochhackige, meist spitze Boots. Seinem Ruf als Paradiesvogel wurden seine farbüberhäuften Outfits mehr als gerecht. In jungen Jahren scheute der Künstler es auch keineswegs, die Bühne in Tanga und Strapsen zu erobern. Später prägten seinen Look Stilelemente des Adels und der Marine. Eigenschaften, die auch Michael Jackson in seinen Looks miteinbezog. Doch nicht nur Princes modischer Stil zieht so manche Parallelen zum King of Pop.

Wie kein Zweiter: Prince geht als Mode- und Musikikone in die Geschichte ein.   Copyright: Vince Bucci/Getty Images

The never ending story: Prince vs. Michael Jackson.

Androgyn, provokant und einzigartig im Musikbusiness: Der Vergleich zwischen Michael Jackson und Prince liegt auf der Hand und zählt dennoch zu den leidigsten Diskussionsthemen. Nicht nur für die Künstler selbst. Während Michael Jackson mit seinem musikalischen und tänzerischen Talent seinen Kollegen – wenn auch nicht ganz unumstritten – überholte, schien Prince sich selbst und seine Persönlichkeit um ein Vielfaches besser zu definieren. Prince eckte gewollt an, während Michael Jackson als klassischer Perfektionist sowohl für seine Person als auch in seinen Werken perfekte Homogenität anstrebte. Ob der Vergleich der beiden Giganten gerechtfertigt ist? Vielleicht. Ob er notwendig ist? Nicht im Geringsten.

Fest steht, dass die Welt mit Prince eine weitere musikalische Ikone verlassen hat. Und genauso wie bei Michael Jackson, David Bowie, Whitney Houston und Amy Winehouse müssen wir mit Bedauern feststellen: Prince, you’ve gone too soon.

Follow us