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Mary-Kate und Ashley Olsen: Zu erfolgreich und krank für ein Full House-Revival

31.05.2015 / 17:00 Uhr

Sie sind durch die Kultserie Full House bekannt geworden, zu Stil-Ikonen mutiert, zählen zu den Front-Row-It-Girls, besitzen zwei erfolgreiche Modelabels und bringen bald Beautyprodukte für Haar und Körper heraus. Die Olsen-Twins haben mit Ende 20 bereits das erreicht, wovon viele nur träumen. Jüngst wurde ein Revival des Serienklassikers Full House angekündigt. Doch Mary-Kate und Ashley Olsen lehnen ab, an dem Revival Fuller House teilzunehmen. Sind die schönen Zwillinge als ernstzunehmende Mode-Designerinnen zu erfolgreich, um sich in der neuen Serie von ihrer kömendiantischen Seite zu zeigen? Ist es das Komödien-Format von Full House, was ihnen nicht mehr zusagt? Oder spielen doch persönlichere Gründe eine Rolle? Wir diskutieren die möglichen Faktoren für die Absage.

Bei Full House spielten Mary-Kate und Ashley die Rolle der kleinen Michelle. Dieses frühe Engagement begründete ihren Durchbruch für eine Schauspielkarriere und den anschließenden Aufstieg zu millionenschweren Kinder-Superstars. Das kann man von den anderen ehemaligen Full House-Darstellern nicht behaupten. John Stamos, der in der Serie Onkel Jesse spielte konnte als einziger neben den Olsen-Twins an seinen Erfolg anknüpfen. Er war vier Jahre lang in der Serie Emergency Room zu sehen und hatte Rollen in Fernsehfilmen und Theaterstücken.

Neues Steckenpferd: Mary-Kate und Ashley haben sich auf Mode spezialisiert und aus der Schauspielerei zurückgezogen.   Copyright: Andrew H. Walker/Getty Images for Variety

John Stamos und der Großteil der weniger erfolgreichen ehemaligen Full House-Crew stimmten zu, bei der Wiedererscheinung der Serie dabei zu sein. Da scheint es nicht zu weit hergeholt, dass die erfolgreichen Olsens sich in einem Serien-Revival mit uninteressanten und gescheiterten Kollegen deplaziert fühlen. Ganz zu schweigen von dem Serienformat: Eine Komödie passt offensichtlich nicht mehr zu den seriösen, schon fast kühl wirkenden Designerinnen.

Ihr High-Class-Label The Row mit Ready-to-Wear-Kleidung und Accessoires sowie die mittelpreisige Fashion- und Beautymarke Elizabeth and James verlangen den beiden Kalifornierinnen einiges an Arbeit ab. Die ehrgeizigen Twins sind mit ihrem Label The Row festes Mitglied der New York Fashion Week. Stars wie Cameron Diaz, Olsen-Schwester und Schauspielerin Elizabeth und Supermodel Heidi Klum tragen die Olsen-Labels. Mary-Kate und Ashley haben sich auf Mode spezialisiert, wollen ab Juli diesen Jahres auch Beauty-Produkte wie Shampoos und Körperöle von Elizabeth and James herausbringen. Bereits seit einigen Jahren kehren sie dem Schauspiel-Business immer mehr den Rücken zu.

Ein tragisches persönliches Schicksal trägt wahrscheinlich am meisten zur Absage an die Produzenten von Full House bei. Ashley Olsen leidet seit ein paar Jahren an der unheilbaren Infektionskrakheit Borreliose, wie vor Kurzem bekannt wurde. Ashley sah man bei der diesjährigen Met Gala den körperlichen Kampf mit der Krankheit an. Auch mental scheint es dem Olsen-Twin nicht gut zu gehen, weshalb sie sich immer wieder aus der Öffentlichkeit zurückziehen muss. Dass sie also derzeit keinen Kopf für ein Full House-Spin-Off hat, steht außer Frage.

Eingefallenes Gesicht, blasser Teint und eine sehr schmale Figur: Ashley, hier rechts, ist bei der diesjährigen Met Gala sichtlich von der Borreliose-Krankheit gezeichnet.   Copyright: Mike Coppola/Getty Images

Die Olsen-Twins gaben keinen Grund für die Absage an. Vermutlich wird es aber hauptsächlich Ashleys Krankheit und die zeitaufwendige Arbeit als Designerinnen sein, die die Zwillinge dazu bewegt. Sie haben sich ihren Karrierewurzeln schlichtweg entrissen, sind mittlerweile viel zu erfolgreich und zu seriös, um beim Fuller House-Klamauk mitzumachen. Man stelle sich nur vor, die Serie würde als Flop verissen. Nicht auszumalen! Oder was glaubt ihr, warum Designerin Victoria Beckham heute nicht auch nur ansatzweise über eine Spice Girls-Reuinion nachdenkt?

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