Kolumne

Moodbooster! So wirkt Food gegen den Montagsblues

Stephanie Ernst
Von Stephanie Ernst
20.04.2017 / 16:24 Uhr

Grau, trüb, wechselhaft. Anfang des Jahres entspricht unsere Stimmung häufig dem launischen Wetter vor unserer Tür. Wir haben die matschigen Straßen satt, fiebern dem Frühling entgegen. Was wir jetzt wirklich brauchen: Kleine Moodbooster. Netflix, Zalando, oder die Badewanne überbrücken so manches Kälte- und Wettertief. Und auch die Ernährung beeinflusst unsere Stimmung. Kennen wir: Einmal Schokolade einwerfen und die Welt wirkt sofort viel freundlicher. Warum manche Lebensmittel die Stimmung heben und welche in der eisigen Saison Frühlingsgefühle aufblühen lassen.

Hormone: Biologische Glücksbringer

Einer der ultimativen Glücksboten in unserem Körper nennt sich Serotonin. Das Hormon beeinflusst Blutgefäße, den Verdauungstrakt und das Nervensystem. In hohen Mengen unterdrückt es Traurigkeit und Schmerzempfinden. Der Körper produziert Serotonin selbst. Wir finden es aber auch in vielen Nahrungsmitteln. Leider hilft es uns wenig, den Bauch mit serotoninreichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Bananen vollzuschlagen. Denn für das angestrebte Happy-Feeling muss das Hormon zum Gehirn gelangen. Spätestens bei der sogenannten Blut-Hirn Schranke, dem biologischen Türsteher unseres Denkapparates, ist Schluss. Denn diese ist für Serotonin undurchlässig. Dafür können aber andere Hormone hindurchgelangen, die zum Aufbau des Glückshormons beitragen. So passiert die Aminosäure Tryptophan problemlos die Barriere. Im Gehirn bewirkt es später die Serotonin-Synthese. Welche Lebemsmittel besonders tryptophanreich sind, zeigen wir in der Bildergalerie.

styleranking Kolumnistin Stephanie weiß, wie wir unsere Laune durch Ernährung beeinflussen können.   Copyright: Stephanie Ernst für styleranking

​Johanniskraut: Ein wirksamer Stimmungsbringer

Neben Glückshormonen enthält unsere Nahrung auch andere Substanzen, die unsere Stimmung beeinflussen. Die Pflanze Johanniskraut sorgte in den letzten Jahren für Furore, weil Wissenschaftler entdeckten dass sie Verbindungen enthält, die milde Depressionen mildern sollen. Dies bestätigte zuletzt auch eine israelische Studie aus dem Jahr 2016. Grund sind vermutlich die beiden Bestandteile Hypericin und Hyperforin, die unter anderem den Neurotransmitter Dopamin hemmen und dadurch für Entspannung sorgen. Dragees und Tees mit Johanniskraut bekommst du in der Apotheke deines Vertrauens.

Vorsorgen: Mangelernährung verursacht schlechte Stimmung

Unterliegst du möglicherweise einem Stimmungstief, weil dir Nährstoffe fehlen? Interessanterweise verknüpfen Wissenschaftler den Mangel von bestimmten Substanzen mit einem erhöhten Risiko an Depressionen zu erkranken. So steht ein geringer Pegel des lebenswichtigen B-Vitamins Folat in Verbindung mit depressiven Verstimmungen. Grund: Es ist am Aufbau vom Glückshormon Serotonin beteiligt. Wir finden Folat vor allem in Blattgemüse wie Feldsalat.

Auch die Darmgesundheit spielt für unsere Laune eine enorm große Rolle. Viele setzen auf probiotische Lebensmittel wie Joghurt, um Verdauungsbeschwerden den Gar aus zu machen. Sie enthalten lebendige Mikroorganismen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken. Studien beweisen, dass sie auch unser Stimmungsbarometer in die Höhe treiben. Wer Probiotika verzehrt, fühlt sich wesentlich ausgeglichener und weniger aggressiv - das beweisen Humanstudien aus dem Jahre 2010 und 2015. Auch Sauerkraut oder Kefir gelten als probiotische Lebensmittel.

Feldsalat enthält viel Folat - ein B-Vitamin was die Synthese vom Glückshormon Serotonin fördert.

Fazit: Bei einer akuten Downphase helfen Lebensmittel, welche den Aufbau von Glückshormonen unterstützen. Aber deine Stimmung ist nicht nur vom miesen Wetter, einer schlechten Note oder dem Streit mit der besten Freundin abhängig. Vielmehr spiegelt sie auch wider, wie nährstoffreich du dich ernährst. Um deinen Wetterblues zu besiegen, musst du eventuell deine gesamte Ernährungsweise überdenken.

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