Mode für Millennials

Neues H&M Label setzt auf Influencer

Franziska Gajek
Von Franziska Gajek
12.01.2018 / 10:00 Uhr

Die Updates aus dem Norden kommen Schlag auf Schlag. Der H&M-Konzern präsentiert sich auch 2018 als ausgesprochen umtriebiges Unternehmen. In den letzten Tagen erreichen uns gleich zwei Meldungen: Arket öffnet seine Türen in der deutschen Hauptstadt und irgendwo zwischen alter Designer-Kooperation und dem großen Warten auf den neuen Namen lanciert H&M ein neues Label. /Nyden heißt das Projekt, das auf COS, &otherstories, Monki, Cheap Monday, Weekday und Arket folgt. Die H&M-Familie wächst und wir haben uns den neuen Sprössling und die Entwicklung von H&Ms letztem Coup mal genauer angeschaut.

Das schwedische Unternehmen H&M ist unter anderem mit den Labels Cos, Monki oder &otherstories erfolgreich.   Copyright: Joshua Rainey Photography/Shutterstock.com

Influencer Marketing gilt unumstritten als das Thema des Jahres. Insbesondere in der Modebranche kommt niemand an den großen Idolen unserer Zeit vorbei. Doch Kampagnen mit Influencern, Kooperationen oder bezahlte Partnerschaften scheinen H&M nicht mehr zu reichen. Mit /Nyden plant H&M ein Label, das sich die Influencer und Social Media Stars als Designer ins Boot holt. Laut The Cut, einem US-Amerikanischen Magazin, werden die ersten Kooperationspartner der Tattoo-Künstler Doctor Woo und die Schauspielerin Noomie Rapace sein. Er: 1,3 Millionen Follower auf Instagram und ein Account, der detailreiche Tattoos und private Familienfotos zeigt. Sie: Schwedische Schauspielerin, bekannt aus den Stieg Larsson-Verfilmungen, mit einer Instagram-Followerschaft von knapp 69 Tausend. Klassische Influencer stellt man sich anders vor. Kreativ-Direktor Oscar Olsson, der hinter dem Label steht, wählt die Co-Creators jedoch nicht nach ihrer Reichweite, sondern nach ihrem Einfluss auf den Mainstream oder die entsprechende Community aus, wie es auf The Cut heißt. Weiter gibt er an, dass sich das Label, dessen Hauptsitz Los Angeles sein wird, weder an Trends noch die Saisons des Modekalenders anpassen werde und dass die erste Kollektion bereits im Frühjahr 2018 zu erwarten ist.

Die richtet sich vor allem an die sogenannten Millennials. Dabei handelt es sich um jene Generation, die von Geburt an mit der digitalen Welt vertraut ist. Entsprechend bietet /Nyden bereits jetzt einen eigenen Instagram-Account mit stolzen 10,2k Abonnenten. Viele Follower, obwohl der Account nicht viel verrät. Zu sehen ist lediglich ein weißer Slash auf schwarzem Hintergrund und einige Impressionen in einem kurzen Clip. Auch auf unsere Anfrage äußert sich H&M selbst noch nicht zum konkreten Look der neuen Teile oder etwa des Shops - sollte es den im stationären Handel überhaupt geben. Wir dürfen also gespannt bleiben.

Arket hat es bereits in einige Einkaufsstraßen geschafft und bereichert aktuell London, Kopenhagen, Brüssel und München mit Stores, wie wir hier bereits berichtet haben. Für 2018 kündigt H&M nun auch die Eröffnung eines Shops auf dem Kurfürstendamm in Berlin an. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Blick über Berlins beliebte Shoppingmeile soll neben den Arket-Kollektionen auch ein vegetarisches Café beherbergen, das auf Basis des New Nordic Food Manifests diverse Speisen anbietet. Laut Vogue Deutschland soll der Store im Spätherbst 2018 seine Türen für das modehungrige Publikum öffnen.

H&M hat sich auch für 2018 wieder eine Menge vorgenommen. Ob die Millennials das zu schätzen wissen, oder weiterhin auf das große Mutterschiff setzen werden, bleibt abzuwarten.

Die mit Shutterstock gekennzeichneten Bilder stammen aus der Datenbank Shutterstock.

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