Präsidentschaftswahl 2016

#OITNB: Die Folgen und Star-Reaktionen auf Präsident Trump

Lara Schwitalla
Von Lara Schwitalla
09.11.2016 / 13:47 Uhr

Nationale Wahl, globale Folgen. Der 9.11.2016 erschüttert Trump-Gegner und fügt dem geschichtsträchtigen Datum ein weiteres historisches Ereignis hinzu. Der New Yorker Immobilienmogul mit dem orangefarbenen Teint und der fahlen Sturmfrisur ist als republikanischer Präsidentschaftskandidat seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton überlegen. Die US-Bürger wählen 290 von nötigen 270 Wahlmännern, um in ihrem Namen den polarisierenden Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wählen zu lassen. Die internationale Anteilnahme am Wahlkampf und dem Election Day scheint beinahe größer als 2008, als Barack Obama zum ersten afroamerikanischen Präsidenten gewählt wurde. Doch spiegelt die globale Anteilnahme nur Empathie für die US-Bürger wider? Oder drohen auch Deutschland fatale Folgen durch Donald Trump als Staatsoberhaupt der USA?

Die US-Bürger haben Donald Trump zum neuen Präsidenten gewählt.   Copyright: Sara D. Davis/Getty Images

Sowohl US-amerikanische als auch internationale Prominente äußern – zumeist entsetzte, Trump-gegnerische – Anteilnahmen auf den Social Media Kanälen. Sängerin Cher vergleicht die Situation in den USA mit der rechtsradikalen Regentschaft in Deutschland während der 1930er Jahre, die im zweiten Weltkrieg resultierte. Politische Größen, wie die rechtsorientierte, französische Politikerin Marie Le Pen, feiern den Sieg des Republikaners.

In Anbetracht der immensen, prominenten Unterstützung für Hillary Clinton, enttäuscht ihre Niederlage vor allem ihre Unterstützer. Weltweit erfolg- und einflussreiche Stars verbreiteten den Slogan für die Präsidentschaftskandidatin "I'm with her" auf Instagram, Twitter und Wahlkampfveranstaltungen. Lady Gaga, Katy Perry, Beyoncé, Usher, Kim Kardashian und Kanye West, Miley Cyrus, Naomi Campbell, Madonna: Trotz des internationalen Supports durch wahre Berühmtheiten verfehlen die Aktionen letztendlich ihren Zweck. Einige Stunden vor der Präsidentschaftswahl inszeniert die Queen of Pop Madonna ein Überraschungskonzert, um in den letzten Zügen des Wahlkampfs Hillary Clinton zu unterstützen. Auch Lady Gaga supportet die Präsidentschaftskanditatin zuvor gemeinsam mit Bon Jovi bei ihrem Wahlkampfevent in Raleigh, North Carolina. Beim Halt auf der Wahlkampftournee in Cleveland unterstützen Beyoncé und Jay-Z Hillary Clinton, um die Stimmen afroamerikanischer Wähler zu sichern.

Designerin Donatella Versace plaudert gegenüber der VOGUE aus dem Nähkästchen über den aufdringlichen Charakter Donald Trumps - zu Gunsten von Hillary Clinton. Vor rund 21 Jahren mietet die Designerin die Residenz Mar-a-Lago des Immobilienmoguls für ein Fotoshooting gemeinsam mit Madonna. Als Trump plötzlich selbst in der Villa auftaucht, drängt er sich Madonna, Versace und dem Shooting-Team bewaffnet mit KFC-Fast-Food auf und "ließ sich nicht mehr abwimmeln."

Die erste Prophezeiung zu Folgen von Trump als Präsidenten bewahrheitet sich bereits in den frühen Morgenstunden MEZ des 9. Novembers. Als die Chancen für Donald Trump steigen, crashen die Kurse der US-Börsen. Ein unberechenbarer Staatschef stellt noch vor seiner ersten Amtshandlung eine Art GAU für die Börse dar – und das nicht nur auf nationalem Boden. Die japanische Börse in Tokio bricht als Folgereaktion zusammen und verliert beinahe 1000 Punkte. Ebenso startet der deutsche Aktienindex Dax mit Verlusten in den Börsentag. Dieser eiskalte Schlag - so mutmaßen Börsianer - könnte sich in absehbarer Zeit zu einer weiteren Finanzkrise entwickeln.

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No words 😢

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Ebenso drohen Einbußen in der deutschen Wirtschaft. Aktuell sind die USA der wichtigste deutsche Handelspartner. Da Trump den Export jedoch drastisch reduzieren und zahlreiche Handelsabkommen neu verhandeln oder abschaffen möchte, könnten deutsche Arbeitsplätze in der Automobil-, Lebensmittel- oder Maschinenbranche gefährdet werden.

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#VOTE bih

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Was das in faktischen Zahlen für jeden von uns bedeuten könnte, prophezeit Welt.de. Rund 35.000 Euro soll die Trump-Präsidentschaft jeden deutschen Bürger verteilt auf zwei Legislaturperioden kosten, errechnet Welt.de. Wenn sich diese Rechnung bewahrheitet, belastet dies jeden Bürger jährlich mit 4000 Euro - zum Beispiel über teurere Produkte, höhere Steuern oder Staatsschulden. Dieser Betrag berechne sich aus den drohenden Handelskriegen, der langsamer wachsenden, globalen Ökonomie und dem Sturz der Finanzmärkte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betont die immense Verantwortung auf die globale Wirtschaft, die nun in der Hand Donald Trumps liegt. In einem Atemzug bietet die Kanzlerin Trump eine enge Zusammenarbeit an. Ihre Ziele für diese Kooperation – Reduktion des Klimawandels, humanitäre Hilfe in Kriegsgebieten und Gleichberechtigung zwischen Religionen, Geschlechtern und Kulturen – klingen in Anbetracht der radikalen Äußerungen von Donald Trump unrealistisch.

Ob US-Präsident Donald Trump die Welt zurecht in Alarmbereitschaft versetzt, entscheidet sich ab dem 20. Januar 2017. Am Inauguration Day zieht der Mann mit dem orangefarbenen Teint offiziell ins Weiße Haus ein und tritt seine Regentschaft an. Dann steht fest: Orange is the new black.

So reagieren die Stars auf Donald Trumps Sieg

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