#roflcopter 2018 - Influencer Spendenlauf

Deine Spende bringt schwerstkranken Kindern Musik in die Klinik

Roland Schweins
Von Roland Schweins
20.04.2018 / 18:35 Uhr

Sicherlich wunderst du dich an dieser Stelle, dass du nichts über Mode oder Lifestyle liest. Dafür aber über Influencer. Zu diesen zählen wir uns heute auch. Wir bewerben aber hier kein Produkt, sondern ein wie wir finden unterstützenswertes Projekt. Um ein solches bekannt zu machen, laufen wir vier Blogger jährlich beim Düsseldorfer Marathon unter dem Namen "roflcopter" in der Staffel für den guten Zweck. Diesmal: Für KRASS e.V. - ein Verein, der Kindern Musik, Kunst und Kultur in schwierige Situationen bringt. Warum das so wichtig ist, wollten wir von Vereinsgründerin Claudia Seidensticker wissen und haben uns daher mit ihr zum Interview getroffen.

#roflcopter: Liebe Claudia, schön dich zu treffen. Du bist Künstlerin und stellst deine Zeit in den Dienst von Kindern. Warum?

Claudia Seidensticker: Ich habe selbst drei Kinder und ich liebe Kinder. Ein schwerer Unfall hat mich für zwei Jahre außer Gefecht gesetzt - und danach habe ich mir gedacht: Was mache ich nun mit meinem Leben. Das war 2008. Heute gibt es meinen Verein weltweit: In Düsseldorf, Hamburg, Athen oder Shanghai.

#roflcopter: Was macht der KRASS e.V.?

Claudia Seidensticker: Wir vermitteln Kindern Kunst und Musik, wenn die Kinder in schwierigen Situationen sind - krank oder in problematischen Verhältnissen.

#roflcopter: Hast du ein Beispiel?

Claudia Seidensticker: Eines? Ich könnte stundenlang erzählen. Zum Beispiel fördern wir ein 8jähriges verhaltensauffälliges Mädchen mit einem Musikstipendium. Wenn sie Musik hört, kann sie entspannen. Für eine alleinerziehende Mutter mit wenig Geld zahlen wir den Musikunterricht ihres Sohnes und weil er Talent hat, haben wir ihm jetzt ein Klavier besorgt. Ich verspüre dabei keine Minute das Gefühl, dass ich arbeite. Solche Dinge erfüllen unser und besonders mein Herz bei KRASS e.V.

Claudia Seidensticker: Seit mehr als 10 Jahren ehrenamtlich für Kinder tätig. Foto: #roflcopter18

#roflcopter: Wie arbeitet euer Verein KRASS e.V.?

Claudia Seidensticker: Wir setzen von dem Geld, das wir einwerben, ausschließlich professionelle Kräfte - vor allem Künstler und Kunsttherapeuten - ein, die wir auch bezahlen. Dabei achten wir auf Qualitätsstandards bei unserem Personal. Wir sind tätig im Krankenhaus, auf der Knochenmarktransplantationsstation in der Klinik, bei schwerstkranken Kindern, die Arme amputiert bekommen oder Granitsplitter im Bein haben - allein 17mal in Düsseldorf, arbeiten mit Flüchtlingskindern, zusammen mit Schulen und auf Spielplätzen.

#roflcopter: Wieso mit Schulen?

Claudia Seidensticker: Es gibt Kinder, die zu Hause keine vernünftige Betreuungssituation vorfinden. Die treffen ihre Eltern ab 17 Uhr mit der der Flasche auf dem Sofa und ihr Leben besteht vor allem aus Gameboy spielen und Fernsehen. Mit den Kindern arbeiten wir mit Kunstprojekten oder bringen ihnen Tanzen bei. Einmal im Jahr überprüfen wir auch immer unser Engagement und machen eine Stärken-Schwächen-Analyse. Dann bekommen wir neue Zielgruppen, zum Beispiel waren das 2016 vor allem Flüchtlingskinder - oder sehr arme Kinder, die regelrecht herumlungern.

Die #roflcopter-Staffel: Thorsten Firlus, Christian Kirchner, Roland Schweins und Thomas Knüwer (v.l.n.r.)

#roflcopter: Woher weißt du, dass die Künstler alle in deinem Sinne agieren?

Claudia Seidensticker: Einmal in der Woche gehe ich selbst in die Projekte und gucke mir die Kindergesichter an. Dann weiß ich, dass wir das Richtige tun. Diese Momente vor Ort sind übrigens auch meine Honorierung. Ansonsten sitze ich nämlich nur am Rechner.

#roflcopter: Gibt es Dinge, die dein Verein braucht?

Claudia Seidensticker: Der Verein wächst. Aber das Problem bei Non-Profitorganisationen ist es, dass es immer nur Fördertöpfe für die direkte Arbeit am Kind gibt. Nie wird Infrastruktur gefördert. Eine eigene Geschäftsstelle - das wäre mein Traum. Auch Spender zahlen ungern für Infrastruktur - also Büromiete oder eine Assistentin. Ich wünsche mir sehr Personal, das eine eigene Geschäftsstelle besetzt und Projektmanagement leistet. Das mache ich aktuell alles von daheim allein.

#roflcopter: Wie planst du für die Zukunft?

Claudia Seidensticker: Bis 2021 habe ich meine Ziele schon festgelegt - zwei feste, sozialversicherungspflichtig angestellte Mitarbeiter möchte ich dann haben. Denn wir steuern heute schon über 200 Unterstützer - in Griechenland, Belgien, Shanghai und Kambodscha - und natürlich in Hamburg, Lüneburg oder Köln.

#roflcopter: Was sind das für Unterstützer?

Claudia Seidensticker: Ganz unterschiedlich. Viele geben uns natürlich Geld, aber ich habe auch Hilfe für Verwaltung, Sozialen Frieden Personalmanagement, Grafik, Design oder Pressearbeit. Social Media ist für uns besonders wichtig, denn über Facebook & Co. sammeln wir die meisten Spendengelder ein. Mit den 200 Unterstützern bin ich ständig im Kontakt. Darunter sind übrigens auch Unternehmensberater, die freiwillig Management übernehmen in ihrer freien Zeit. Die brauche ich auch, denn ich habe keine Stellvertretung.

#roflcopter: Was bedeutet für dich Glück?

Claudia Seidensticker: Zu sehen, was man alles erreichen kann, wenn man sich engagiert. Das ist ein tolles Lebensgefühl.

#roflcopter: Danke für deine Zeit und das Gespräch!

Claudia Seidensticker: Danke euch und viel Erfolg beim euerem Staffellauf!'

Die Blogger-Staffel "roflcopter" geht ins fünfte Jahr. 2014 haben wir vier Blogger aus einer Wette und Laune heraus begonnen, in Düsseldorf beim Staffelmarathon für einen selbst gewählten guten Zweck zu laufen. Insgesamt konnten wir mit 185 Spenden mehr als 7500 Euro für caritative Zwecke einsammeln. Im vergangenen Jahr gab's mit über 2.500 Euro sogar einen neuen internen Spendenrekord. Den möchten wir in diesem Jahr knacken.

Als wir uns Ende Februar zum Vorbereitungslunch trafen, haben wir auch den neuen Spendenzweck festgelegt. Der wechselt nämlich bei uns von Jahr zu Jahr und wird im Vorfeld stets lang diskutiert und abgewogen. Nach fünf Projekten in der engeren Auswahl stand mit Mehrheitsbeschluss fest: Wir möchten dieses Jahr für ein Projekt des Vereins KRASS e.V. laufen. Schwerkranke Kinder verbringen oft viele Wochen in der Klinik. Der Alltag verändert sich radikal - er wird oft hart und trist. KRASS e. V. geht jede Woche zu diesen Kids, schenkt ihnen Aufmerksamkeit und nimmt sie mit auf eine musikalische Reise. Gebraucht werden dafür etwa Blockflöten für die Kinder oder weitere Ausstattung für entsprechende Musikzimmer.

Mehr zum Verein liest du bei der Rheinischen Post Oder direkt auf der Homepage von KRASS e.V.

Und nun bist du an der Reihe: Jede Spende, jedes Like, jeder Repost von dir feuert uns an, wenn wir am 29. April beim Düsseldorfer Staffelmarathon mitlaufen.

Wir, das sind:

Thorsten Firlus: Mein Schweinehund und ich
Christian Kirchner: Menschen.Zahlen.Sensationen.
Thomas Knüwer: Indiskretion Ehrensache & Go to Rio
Roland Schweins: styleranking
und Ersatzläufer Stephan Doerner: Onlinejournalismusblog

Du verfolgt unseren Staffellauf unter dem diesjährigen Hashtag #roflcopter18

>>> Danke für jedes Anfeuern, jede Spende und Unterstützung! Sharing is caring...

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