Agenturprovision

Als Agenturprovision bezeichnet man die Vergütung, die Kunden*innen oder Marken an Agenturen für vermittelte und/oder realisierte Aufträge zahlen. Influencer Marketing-Agenturen arbeiten häufig auf Basis dieses Geschäftsmodells.

Besonders im Influencer Marketing ist der Einsatz von Agenturen sinnvoll, weil diese in der Regel über gute Kontakte zu Influencer*innen verfügen und sowohl Preisstrukturen als auch den Innovations- und Zuverlässigkeitsgrad von Influencer*innen kennen. Zudem bedienen Agenturen in der Regel eine Vielzahl von Kunden*innen und können Learnings von zahlreichen Kampagnen in ihrem Kampagnen-Prozessmanagement adaptieren. Auf diese Weise können Agenturen einiges an Arbeit abnehmen, hohe Effizienzgewinne realisieren und besitzen bei entsprechender Spezialisierung auf die Arbeit mit Influencer*innenn viel Erfahrung in Kommunikation oder Verhandlung.1

Darüber hinaus pflegen viele Agenturen Kontakte zu diversen Managements und sind auch hier in der Lage, Preise besser zu beurteilen und auszuhandeln.
Ihre Leistungen lassen sich Agenturen in der Regel in Agentur-Tagessätzen bezahlen:1

Tagessätze von 800 bis 1.200 Euro sind in der Branche üblich. Gezahlt wird also nach Aufwand.1

Alternativ berechnen Agenturen eine erfolgsabhängige Vergütung von in der Regel zwischen 15 und 30 Prozent oder rechnen über ein Hybridmodell (Tagessatz plus variable Erfolgsvergütung) ab. Teilweise bemisst sich die variable Erfolgsvergütung an der Höhe des an die/den Influencer*in gezahlten Honorars. Wer eine Agentur ausschließlich zur Recherche passender Influencer*innen einsetzt und die Ansprache selbst übernimmt, zahlt einen entsprechend geringeren Aufwand. Die Konzeption einer Kampagne, die Kommunikation mit Influencer*innen oder die Organisation von Freigabeprozessen der Marketing-Gewerke bedeuten entsprechenden Mehraufwand.2

Deges
beschreibt neben Influencer Marketing-Agenturen weiterhin Influencer-Management-Agenturen oder Agenten. Diese vermitteln die „Buchung ihrer Influencer*innen“. Vergleichbar ist dieses Modell mit einer klassischen Künstleragentur oder einer/einem Spielerberater*in im Profisport. Diese Vermittlungsleistung hat das primäre Ziel, der/dem Influencer*in lukrative Aufträge zu verschaffen und über die Beteiligung an seinen Einnahmen prozentual Provision zu generieren.3

Einzelnachweise

  • 1 Funke, Sven-Oliver (2019): Influencer-Marketing - Strategie, Briefing, Monitoring, 1.Auflage, Bonn, Deutschland, Rheinwerk Verlag, S. 180
  • 2 Funke, Sven-Oliver (2019): Influencer-Marketing - Strategie, Briefing, Monitoring, 1.Auflage, Bonn, Deutschland, Rheinwerk Verlag, S. 180
  • 3 Deges, Frank (2018): Quick Guide Influencer Marketing, 1. Auflage, Brühl, Deutschland, Springer Gabler, S. 83f

styleranking hat die Hochschule Macromedia am Standort in Köln mit der Analyse aktueller Praxisthemen im Influencer Marketing beauftragt. Diese Definition findet ihren Ursprung in der Analyse und Begriffsbestimmung des Hochschulprojekts. Dabei wurden zahlreiche Definitionen abgeglichen und die oben gewählte als die unter wissenschaftlichen Kriterien relevanteste ausgewählt.

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