Influencer

Gemäß Deges (2018) werden Personen als Influencer*innen (engl. to influence = beeinflussen, einwirken, prägen) bezeichnet, die aus eigenem Antrieb Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) zu einem Themengebiet in hoher und regelmäßiger Frequenz veröffentlichen und damit eine soziale Interaktion initiieren.1

Bühler (2019) beschreibt Influencer*innen als normale Personen, die eine starke Präsenz und ein hohes Ansehen genießen. Sie thematisieren unter anderem Unternehmen und dessen Produkte.2

Influencer*innen agieren dabei über internetbasierte Kommunikationskanäle wie Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, YouTube, Snapchat, TikTok oder Twitter. Influencer ragen aus der Masse der Social-Media-Nutzer*innen heraus, da sie mit ihrer Tätigkeit relativ hohe Reichweiten erzielen.1
Laut Seeger zeichnen sich Influencer durch die folgende Eigenschaften aus:

1. Reziprozität – Erfolgreiche Influencer*innen schaffen es, mit ihren Angeboten viele Menschen zu unterhalten, Abonnenten*innen zu binden und Interaktionen zu generieren.

2. Sympathie - Vor allem bei sehr jungen Zielgruppen […]

3. Expertenstatus - Influencer*innen sind erfolgreich in unterschiedlichen Themenbereichen und werden als Experten wahrgenommen.

4. Commitment - Follower*innen neigen dazu, Inhalte zu konsumieren, die mit den eigenen Wertvorstellungen und Ansichten im Einklang stehen. Ein/e Influencer*in selbst steht für bestimmte Werte, die ihre/seine Follower*innen auch von ihr/ihm erwarten.3

Es gibt unterschiedliche Ansätze, Influencer*innen gemäß ihrer Reichweite zu clustern. Hier ist beispielhaft eine Variante des Deutschen Instituts für Marketing angeführt:

  • Nano-Influencer*innen: 50-10.000 Follower*innen
  • Micro-Influencer*innen: 10.001-25.000 Follower*innen
  • Midi-Level-Influencer*innen: 25.001-100.000 Follower*innen
  • Macro-Influencer*innen: Über 100.000 Follower*innen
  • Mega-Influencer*innen: Über 1 Mio. Follower*innen

styleranking verzichtet bei Influencer*innen übrigens bewusst auf etwaige numerische Einteilungen und zielt ausschließlich auf Brand-Fit, relevante Reichweite in der Zielgruppe und qualitative KPIs ab, da Follower*innen-Zahlen in der Regel stets steigen und die Klasseneinteilung bei konkreten Zahlen mitunter willkürlich oder Unternehmens-individuell getroffen wird.

Einzelnachweise

  • 1 Deges, Frank (2018): Quick Guide Influencer Marketing, 1. Auflage, Brühl, Deutschland, Springer Gabler, S. 14
  • 2 Bühler, Peter / Schlaich, Patrick / Sinner, Dominik (2019): Medienmarketing, 1. Auflage, Deutschland, Springer Vieweg, S. 72/96
  • 3 Seeger, Christof / Kost, Julia F. (2018): Influencer Marketing, 1. Auflage, München, Deutschland, UVK Verlag, S. 28

styleranking hat die Hochschule Macromedia am Standort in Köln mit der Analyse aktueller Praxisthemen im Influencer Marketing beauftragt. Diese Definition findet ihren Ursprung in der Analyse und Begriffsbestimmung des Hochschulprojekts. Dabei wurden zahlreiche Definitionen abgeglichen und die oben gewählte als die unter wissenschaftlichen Kriterien relevanteste ausgewählt.

styleranking ist der Spezialist für Influencer Marketing seit 2007. Unser Unternehmen agiert als Influencer Marketing-Agentur, von der Kampagnenkreation über Storytelling, Auswahl, Contracting bis hin zur Erfolgsevaluierung. >>> Jetzt unverbindlich anfragen.